So

20

Nov

2011

EU - Das Bürokraten-Stadl

Richtlinien á la EU: Gut gemeint, aber schlecht gemacht!
Richtlinien á la EU: Gut gemeint, aber schlecht gemacht!

Die Europäische Union regelt mittlerweile mehr, als es den Bürgern der Nationalstaaten lieb ist. Schlimmer noch: Viele der EU-Richtlinien und Verordnungen haben in der Praxis fatale Auswirkungen. Das Wirtschaftsmagazin "Impulse" hat eine Reihe besonders dramatischer Auswüchse europäischer Regelungswut zusammengetragen. Hier! Hoppla, hat nicht Kanzlerin Merkel einen ausgefuchsten und abgelegten deutschen Politiker namens Edmund Stoiber zum Anti-Bürokratie-Experten gemacht, damit genau solche Regelungsungetüme verhindert werden? Das stellt sich die Frage: Was macht Herr Stoiber eigentlich so Tag für Tag?

 

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Mi

09

Nov

2011

Vom Sinn oder Unsinn des Sparens

Die weltweite Finanzkrise hat die Debatte wieder belebt: Wer verhält sich ökonomisch vernünftiger? Die Sparer oder die Lebemenschen auf Kredit? Die Griechen sind von der Fragestellung ganz besonders betroffen. Die "Financial Times Deutschland" geht dem Problem nach. Allerdings ohne Empfehlung! Hier!  

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Di

08

Nov

2011

Whisky - Hochprozentige Geldanlage

Statt Aktien: Flüssiges Gold in die Depots
Statt Aktien: Flüssiges Gold in die Depots

Dieser Report der "Wirtschaftswoche" kommt gerade zur rechten Zeit.

Während an den Börsen der Welt - dank Schuldenkrise! - die Kurse purzeln, suchen die Anleger weltweit nach Alternativen. Gold? Zertifikate? Fonds? Immobilien? An Angeboten fehlt es nicht, an genussvollen Optionen dagegen schon. Die "Wirtschaftswoche" hat sich deswegen in Schottland umgesehen. 

Vielleicht sind nämlich schottische Single Malts für den einen oder anderen Zeitgenossen eine veritable Anlagelösung - auch wenn sie ein Loch ins Portemonnaie reißen dürfte. Denn bei einem wirklich guten, limitierten Tropfen empfiehlt sich im Prinzip ein dreifacher Kauf: Einer für die Vitrine, einer zum Tauschen und einer zum Trinken.

Was jetzt noch fehlt und geradezu perfekt zum Whisky-Invest passen würde, wäre eine Anlageempfehlung für Zigarren, auch wenn sie früher oder später in Rauch aufgehen.      

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So

30

Okt

2011

Bröckelnde Fronten beim Mindestlohn

Die Union gibt bei der Forderung nach einem bundesweiten Mindestlohn nach und ändert damit ihre bisherige Position http://www.tagesschau.de/inland/mindestlohn258.html

Jetzt wird es sicherlich nicht mehr lange dauern, bis auch die FDP ihre grundsätzliche Ablehnung aufgibt.

Doch beim Mindestlohn sind noch eine Menge Fragen zu klären, so etwa die nach der Höhe des Lohnes. Eine Überblick über das Pro und Contra gibt es hier!

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Di

18

Okt

2011

Rückenwind für "Occupy Wall-Street"

Jetzt schlagen sich sogar namhafte Wirtschaftsprofessoren auf die Seite der Protest-Bewegung. Wie die Financial Times Deutschland berichtet ( http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:kritik-an-der-finanzbranche-professoren-attackieren-wall-street/60117329.html ), fordert unter anderem der namhafte Wirtschaftsexperte Thomas Straubhaar vom HWWI dazu auf, "die Marktmacht der Banken zu brechen".  Dies ist zudem auch schon deshalb bemerkenswert, weil Straubhaar seit September 2011 Kuratoriumsmitglied der FDP-nahen "Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit" ist. (http://www.freiheit.org/webcom/show_article.php?wc_c=616&wc_id=20151&wc_p=1) Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich Straubhaars Aussage mit dem traditionell marktliberalen Positionen der Stiftung vereinbaren lässt. 

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Mo

10

Okt

2011

Wechsel bei Bertelsmann

Stühlerücken im Bertelsmann-Vorstand. Hartmut Ostrowski geht, Thomas Rabe kommt an die Spitze. (Quelle: www.manager-magazin.de)

Mit Rabe übernimmt ein ausgewiesener Finanzexperte die Führung. Ein bemerkenswerter Wechsel, der verdeutlicht, was in den nächsten Jahren von Europas größtem Medienkonzern erwartet werden darf: Die klare Ausrichtung auf mehr Wertschöpfung im Zeichen der Finanzkrise. Das gilt vor allem für die cash-cow RTL-Gruppe.  

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Do

06

Okt

2011

Zum Tod von Steve Jobs

Steve Jobs, der Gründer und langjährige Chef von Apple ist tot. Diese Nachricht stimulierte sofort die Produktion von Nachrufen. Kein Zweifel: Jobs war ein außergewöhnlicher Unternehmenslenker, ein technischer Innovator, ein begnadeter Verkäufer, ein Visionär. Dieser Meinung kann sich auch jemand anschließen, der zuhause weder MacBookPro noch iPhone oder iPad besitzt, weil er sich für andere Produkte entschieden hat. 

In den Nachrufen zu Jobs Tod übertreffen sich die Superlative: "Die größte Ikone unserer Zeit", einer, der "die Welt verändert hat", "ein Weltverbesserer" gar. Durch ihn, so der Konzern, "sei die Welt ein besserer Ort". Andere vergleichen Jobs sogar mit Mozart und Picasso. Langsam, langsam!

 

Rund 220 Jahre nach dem Tod von Wolfgang Amadeus Mozart wird dessen Musik auf der ganzen Welt gespielt, ohne auch nur eine einzige Note wegzulassen oder hinzuzufügen. Ob die Welt sich nach weiteren 220 Jahren noch an Lifestyle-Produkte wie Apple-Notebooks, iPhones oder überhaupt an derlei Computer erinnern wird, darf doch stark bezweifelt werden. DWDL.de ist daher näher an einer treffenden Beschreibung von Jobs Lebensleistung dran: "Steve Jobs - prägender Architekt unserer digitalen Welt."     

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Mo

03

Okt

2011

Rohrkrepierer Deutsche Einheit?

Ganz Deutschland feiert sich am 3. Oktober selbst. In Berlin und Bonn sind wohltönende Festreden zu hören, über den "Sieg der Demokratie über die Diktatur" (NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, SPD) und über "Unterschiede, die es in den Lebenswirklichkeiten zwischen alten und neuen Bundesländern immer noch gebe" (Bundeskanzlerin angela Merkel, CDU).

 

Dass mit Blick auf mehr als 20 Jahre Deutsche Einheit durchaus eine kritische Bestandsaufnahme geboten ist, zeigt ein Interview mit Edgar Most, früher Staatsbanker der DDR und nach der Wende Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender Deutschen Kreditbank (news.de). Fazit: Bei der Transformation des östlichen Wirtschaftssystems und seiner Integration in eine gemeinsame bundesdeutsche Wirtschaft lief Einiges schief, das bis heute nachwirkt. Ein lesenswertes Interview: http://www.news.de/politik/855228849/die-ddr-wurde-zum-frass-vorgeworfen/1/

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Mo

03

Okt

2011

Griechenland schafft's nicht!

Griechenland wird 2011 und 2012 seine Einsparziele nicht erreichen. Das meldet die BBC heute ( http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-15145292). Folge: In Asien (Tokio, Hongkong) gehen die Märkte runter, der Euro sackte deutlich ab (SPON). Und die Troika fällt erst am 13. Oktober eine endgültige Entscheidung über ihre Milliardenspritze.

 

In der Zwischenzeit, so scheint es, ist Griechenland dem Spiel der Spekulanten ausgeliefert. In vielen Threads gelten nach dem Bundestagsbeschluss zur Ausweitung des EU-Rettungsschirms nicht Griechenland, sondern die Banken als Nutznießer des ESFS.

cheguevara73 schriebt bei SPON :" esfs, nur ein weiteres instrument geschaffen, die risiken der banken bei ihren geschäften auf den europäischen steuerzahler zu verlagern. es ging nie um die schulden griechenlands, nur um die rettung der banken.

jetzt bürgt der steuerzahler für die kredite und die banken können so weitermachen, da sie mit dem esfs jederzeit ihre verluste refinanzieren können. zur not wird der umfang des esfs aufgestockt.

es wurde kein instrument geschaffen angeschlagenen ländern kredite zu gewähren, sondern nur ein instrument um die bevorstehenden zahlungsausfälle in italien, portugal, spanien und griechenland zu sichern.

jetzt dürfen sich die länder totsparen, damit es auch nicht zu dem fall kommt, das auf irgendeinen teil der schulden verzichtet werden muss. es werden strukturen geschaffen, damit sich die banken auch weiterhin darüber freuen können, ihre risikogeschäfte über den europäischen bürger versichern zu lassen." (    http://forum.spiegel.de/showthread.php?postid=8841591 )  

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Sa

01

Okt

2011

Frau Schavans Beitrag zur Haushaltskonsolidierung

Die Bundesbildungsministerin hat nach Angaben von SPIEGEL-ONLINE für eine Audienz beim Papst in Rom die Dienste der Bundeswehr-Flugbereitschaft in Anspruch genommen. Kostenpunkt: rd. 150.000 Euro. Dabei sind derlei Flüge nur zulässig, wenn das Reiseziel und -zweck nicht mit anderen Verkehrsmitteln erreicht werden können. Frau Schavan begründete das teure Flugticket, sie habe am Vorabend der Audienz im März einem Empfang des deutschen Botschafters beiwohnen und kurz nach dem Treffen einen Vortrag in Nordhorn halten müssen. 

 

Mal abgesehen davon, wieviel Gutes für die deutsche Schullandschaft 150.000 Euro hätten bewirken können, zwei derlei nachrangige Termine unter den Hut zu bekommen sollte eine Herausforderung für Schavans Sekretariat sein, nicht aber für ihren Ministeriumshaushalt. Diese Ausgaben sind die Termine nicht wert gewesen. Zur Papstaudienz hätte sie auch gemütlich mit der Alitalia oder der Lufthansa anreisen können Der offenbar sehr protokoll-bewußten Ministerin ist zuzumuten, dass sie sogar ihre Anreise zum Jüngsten Gericht der Staatskasse in Rechnung stellt.     

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Do

29

Sep

2011

Zu viel Rederecht im Bundestag?

Heftiger Streit um Bundestagspräsident Lammert: Der hatte in der heutigen Euro-Debatte zwei Abweichlern in den Regierungsfraktionen vor der Abstimmung Redezeit gewährt. Angesichts der Tragweite der  milliardenschweren Entscheidung eigentlich eine völlig nachvollziehbare Angelegenheit. Nicht aber für Unionsfraktionschef Volker Kauder, CDU: "Diese Entscheidung halte ich für falsch", sagte er. "Wenn alle reden, die eine von der Fraktion abweichende Meinung haben, dann bricht das System zusammen", so Kauder weiter. (Zitate: tagesschau.de) Er werde das Thema im Ältestenrat zur Sprache bringen.

 

Der Hintergrund: Lammert hatte den Abgeordneten, die beim Thema EFSF anderer Auffassung waren als ihre Fraktionen, unter Berufung auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rederecht Redezeit im Plenum zur Verfügung gestellt. Im Normalfall reden bei solchen Abstimmungen die Fraktionsführung, die zuständigen Minister und die jeweils fachlich befassten Abgeordneten. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier, kritisierte, es gebe eine lange Parlamentspraxis, wonach die Fraktionen darüber entschieden, wer für sie sprechen solle. Nur fraktionslose Abgeordnete könnten ein Rederecht beim Präsidenten beantragen.

 

Nach Art. 38 Abs. 1  des Grundgesetzes sind Abgeordnete des Deutschen Bundestages "an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen". Nun ist hinlänglich bekannt, dass die wenigen Volksvertreter, die vom Mainstream in ihren Fraktion abzuweichen gedachten, bis zuletzt von der Fraktionsführung gründlich bearbeitet wurden. Gewissens- und Weisungsfreiheit hin oder her! Ihnen dann auch noch die Möglichkeit abzusprechen, ihr abweichendes Votum vor der Öffentlichkeit zu begründen, ist ein unglaublicher Fehltritt. Der Hinweis Altmaiers auf die übliche Fraktionspraxis bei Redezeiten war mit Blick auf die bedeutsame, historische Abstimmung absolut unangemessen. Bravo Herr Lammert!        

 

 

 

 

 

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Do

29

Sep

2011

Nokia: Nix wie raus aus Rumänien

Spiegel Online und andere Medien informieren darüber, dass der finnische Handyhersteller Nokia sein Werk in Rumänien Ende 2011 schließt und rund 2200 Arbeitskräfte entlässt. Argument: Der Markt für Basis-Handys und die Lieferkette hätten sich nach Asien verlagert. 2008 hatte Nokia sein Werk in Bochum dicht gemacht, rund 3000 Jobs waren weg. Trotz vollmundiger Sympathiebekundungen an die Adresse der Nokia-Belegschaft von Fürsprechern aus der Landes- und Bundespolitik blieb die finnische Konzernleitung bei ihrem Plan. Der Umzug von Bochum nach Cluj in Rumänien wurde vollzogen. Gleichzeitig forderte die NRW-Landesregierung rund 60 Millionen Euro an Subventionen zurück, die zum Aufbau des Standortes Bochum an Nokia geflossen waren.

 

Insgesamt ist Nokia etwa 3 Jahre in Rumänien gelieben, auch hier sind laut Westdeutscher Allgemeiner Zeitung (WAZ) rund 33 Millionen Euro aus dem rumänischen Haushalt gezahlt worden. Ob das Geld letztlich aus EU-Fördertöpfen stammte, bleibt unklar. Möglich allerdings wäre es. Auf jeden Fall handelte sich Nokia den Ruf als "Subventionsheuschrecke" ein.

 

In welches asiatische Land die Finnen jetzt ziehen, lässt SPON offen. China, Indien, Vietnam? Möglichkeiten gibt es viele. Mit Sicherheit wird es eine Region sein, in der die Produktionskosten niedriger liegen als in Rumänien, denn Nokia leidet unter gravierendem Absatzrückgang weltweit. Auch in Finnland sollen deswegen Arbeitsplätze abgebaut werden. Ob an den asiatischen Nokia-Standorten ebenfalls wieder staatliche Subventionen fließen, ist nicht bekannt und dürfte auch noch länger ein streng gehütetes Geheimnis bleiben.    

 

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Fr

23

Sep

2011

Papstbesuch - Ein Ärgernis?

Man kann ja über den Papst und seine öffentlichen Äußerungen höchst unterschiedlicher Meinung sein. Auch darüber, ob Bundestagsabgeordnete verpflichtet sind, sich die Rede des Pontifex im Plenum anzuhören. Warum das Staatsoberhaupt des Vatikan und der geistige Führer von rund 1,2 Milliarden Menschen ausgerechnet nicht im Bundestag, dem Parlament eines von christlichen Traditionen geprägten Landes, sprechen soll, ist nicht zu verstehen. Mit der zur Recht gebotenen Trennung von Staat und Kirche hat das rein gar nichts zu tun. SPD-Politiker Schwanitz schießt mit seinem Lamento über das Ziel hinaus. 

 

Zugegeben: Die Rede war keine leichte Kost, aber sie war tiefsinniger und geschliffener als das, was wir in der letzten Zeit von dort vernehmen mußten. Selbst Stefan Kuzmany hat das in seinem recht kritisch-bärbeißigen Beitrag

deutlich hervorgehoben (  http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,787990,00.html ). Der Appell an die Verpflichtung der Politik zur Fürsorge um die Menschen kann gar nicht oft genug ins Plenum gerufen werden.

 

Die riesigen Sicherheitsvorkehrungen und ihre Kosten für die Ablehnung der päpstlichen Visite ins Feld zu führen ist ebenfalls fadenscheinig, solange andere Großveranstaltungen, vom Staatsbesuch diverser, recht fragwürdiger Potentaten bis hin zu Bundesligaspielen und anderer Sportevents, recht klaglos hingenommen werden. Obwohl auch deren Sicherstellung vom Steuerzahler getragen werden.  

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Touristenspezialität:

Themen-Tages-Touren in Berlin /Brandenburg

 

Wer Berlin und Brandenburg mal von einer eher ungewohnten Perspektive und in sehr individueller Weise erkunden will, der hat ab sofort dazu die beste Gelegenheit. Mit seiner Firma "terra incognita tours" bietet Johannes Westerkamp themenbasierte Tagestouren im exklusive Rahmen an. So können interessierte Berlinbesucher zum Beispiel einen Tag lang in die Geschichte der Olympischen Spiele 1936 eintauchen und historische Orte aufsuchen, die selbst bei Berlinern in Vergessenheit geraten sind. Eine andere Ganztagestour beschftigt sich mit der Geschichte des Luftverkehrs und der Fliegerei, die maßgeblich in Berlin und Brandenburg in Gang gesetzt wurde. Näheres dazu - es lohnt sich: http://www.terra-incognita-tours.de