Do

05

Jan

2012

Die Körpersprache des Bundespräsidenten

Quelle: Spiegel Online
Quelle: Spiegel Online

Da ist "SPIEGEL ONLINE" etwas ganz Besonderes eingefallen: Eine Analyse der Körpersprache des Bundespräsidenten beim ARD/ZDF-Interview am 4.01.2012. Hier: http://www.spiegel.de/video/video-1170567.html

 

Wirklich, eine gute Idee! Wie wäre es, wenn dieser Geistesblitz Schule machen und auch auf andere Protagonisten der Tagespolitik Anwendung finden würde, Minister, Wahlkämpfer und Vorstandsvorsitzende? Bei entsprechend attraktiver Umsetzung könnte daraus vielleicht sogar ein passables Unterhaltungsformat für die Primetime-Schiene gewonnen werden!

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Do

24

Nov

2011

Mandelas verkommene Erben

Der Afrikanische National-Kongress (ANC) hat in Südafrika auf dem Weg zu mehr Demokratie schon längst den Rückwärtsgang eingelegt. Erst das Machtgerangel um den höchst populistischen Präsidenten Jacob Zuma, danach die zunehmenden Meldungen über Korruption und Vetternwirtschaft unter den ANC-Ministern und Führungsspitzen. Jüngster, trauriger Höhepunkt des Rückschritts bei der "Regenbogen-Nation" ist die Verabschiedung eines Pressegesetzes, das künftig die journalistische Enthüllung von Bestechung und Bestechlichkeit am Kap praktisch abwürgt. Eine Überraschung ist das nicht. Der ANC nutzt seine massive parlamentarische Mehrheit, um sein Spitzenpersonal nach Strich und Faden zu bedienen. Bestes Beispiel ist der Chef der ANC-Jugendliga, Julius Malema, der gerne mal kritische Journalisten aus dem Saal entfernen läßt und Fragen nach seinem plötzlichen Millionenvermögen mit schweren Beschimpfungen beantwortet. 

 

Rund zwanzig Jahre nach der politischen Wende am Kap der Guten Hoffnung und der Freilassung Nelson Mandelas ist das Land weit von dem entfernt, was der charismatische Führer des ANC einst erreichen wollte: Demokratische Verhältnisse, Herrschaft des Rechts und bessere Lebensbedingungen, insbesondere für den nicht-weißen Teil der Bevölkerung.

 

Nicht wenige Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen in Südafrika fürchten bald eine Entwicklung wie in Zimbabwe. Dort, unter der Knute des Despoten Robert Mugabe, wurden weiße Farmer enteignet und ihr Besitz unter die Günstlinge des Prädidenten aufgeteilt. Die Folge: Zimbabwe hängt inzwischen, was die Sicherung der Ernährungsgrundlagen betrifft, am Tropf der internationalen Gemeinschaft.  Andersdenkende werden systematisch verfolgt, gefoltert und ermordet. Und viele ANC-Führer klatschen Mugabe noch Beifall. Was Nelson Mandela zu dieser Entwicklung im südlichen Afrika denkt, ist nicht bekannt.       

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So

20

Nov

2011

Organ-Schlächter in der Wüste

Foto: www.cnn.com
Foto: www.cnn.com

Unglaublich diese Geschichte, die Fred Pleitgen vom Berliner CNN-Büro in der Sinai-Wüste ausgegraben hat. Kein Mensch hatte hierzulande je von diesen Gräueltaten gehört, bis die Reportage von Fred auf CNN International zu sehen war. Und jetzt berichten auch die deutschen Zeitungen. Darunter u.a. die FAZ, hier.  

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Sa

19

Nov

2011

Niggemeier über Fernsehen

Wirklich interessantes Interview zum Stand der TV-Unterhaltung bei dwdl.de. Das Einzige, das dabei stört, ist das permanente "Du", das wenig kritische Distanz verdeutlicht. Da interviewen sich zwei Medienjournalisten, die im großen Ganzen einer Meinung sind. 

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Di

08

Nov

2011

Götterdämmerung über Mainz: "Wetten, dass..." vor dem Ende?

Hape Kerkeling als Horst Schlämmer bei "Wetten, dass..." aus Leipzig
Hape Kerkeling als Horst Schlämmer bei "Wetten, dass..." aus Leipzig

Soviel steht fest: Die "Wetten, dass..." - Macher werden ohne Hape Kerkeling auskommen müssen. Auch wenn Branchendienste wie der Quotenmeter weiterhin über die Nachfolge für Thomas Gottschalk spekulieren: Die Absage des vielseitigen Comedian ist ein Glücksfall für den TV-Humor und vielleicht sogar eine Chance für das ZDF.

 

"Wetten, dass..." ohne Gottschalk ist irgendwie wie Wienerschnitzel ohne Panade. Er hat die fossile Familien-Show geprägt, eine Fortführung in der gleichen Art ist kaum vorstellbar und wäre eine schwere Hypothek für jeden neuen Moderator oder eine Moderatorin, da das Publikum sie oder ihn immer mit Gottschalk vergleichen würde. Wer will sich das antun?

 

Jetzt wäre zumindest die Zeit gekommen, das Format von Grund auf zu erneuern. Seit Jahren geriet die Show immer mehr zu einer Promotion für Stars und Sternchen: Ein neuer Kinofilm, ein neues Buch, eine bevorstehende Deutschland-Tournee oder einfach ein Schauspieler vor einer neuene Rolle, mit dem - natürlich! - Tommy Gottschalk längst "per Du" ist. Dass damit Produktionskosten abgemildert und die Prominenz in den Sendungen erhöht wurden, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das ZDF damit kräftig Werbung betrieb. 

 

Selbst ein Ende der Show wäre kein Unglück, sondern böte die Chance, ein neues Samstagabend-Format aus der Taufe zu heben, das der privaten Konkurrenz mit seinen Casting-Events erfolgreich Paroli bieten könnte. Das wäre schon deshalb sinnvoll, weil sich die jüngeren Zuschauer seit Jahren, langsam aber sicher, von der samstäglichen ZDF-Unterhaltung abwenden.       

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Mo

07

Nov

2011

Überzeugende Vorstellung: Das ARD-Morgenmagazin

Besser als die ZDF-Konkurrenz: Das ARD-Morgenmagazin aus Köln
Besser als die ZDF-Konkurrenz: Das ARD-Morgenmagazin aus Köln

Frisch, abwechslungsreich und kurzweilig: So präsentiert sich das Frühstücksfernsehen vom WDR! Die Mannschaft um Sven Lorig, Anna Planken und Donald Bäcker lässt dabei die Morgen-Magaziner des ZDF deutlich hinter sich und zwar in jeder Hinsicht.

 

Bis 9.00 Uhr wechseln die Themen deutlich stärker als beim ZDF. Das Berliner moma-Team dagegen wechselt stattdessen lieber seine Doppelmoderation um 7.00 Uhr, die Moderationstexte der Nachfolger allerdings bleiben oft die gleichen. Langweilig! Das ZDF glaubt dagegen offenbar, diese Schwäche mit mehr Larifari-Geplauder kaschieren zu müssen. Besonders in der Frühschiene von 5.30 Uhr bis 7.00 Uhr gerät die Veranstaltung schnell zum nervigen Schnatterwettbewerb, insbesondere, wenn Anja Heyde und Gegenpart Mitri Sirin sich, stets penetrant heiter-geschwätzig, die Bälle zuwerfen.

 

Wohltuend auch der weitgehende Verzicht des WDR auf die gewohnt quellenarmen Promi-Tiefenanalysen, wie sie beim ZDF mit Nadja-al-Chalabi mittlerweile recht häufig sind. Damit setzt die Redaktionsleitung augenscheinlich auf ein bewährtes Element der privaten Konkurrenz, so richtig passen will es nicht. 

Die Moderationen ingesamt, sei es beim Sport oder bei Servicethemen, geraten beim ZDF gestelzt und gedrexelt. So entsteht beim Zuschauer der Eindruck, dass die Protagonisten des ZDF-Moma zunächst sich selbst inszenieren, bevor sie an ein flottes und abwechslungsreiches Morgenprogramm für den Zuschauer denken.         

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Sa

05

Nov

2011

Wer macht die besten TV-Nachrichten?

Diese Frage stellt sich der Quotenmeter und liefert dazu auch gleich die Einschaltquoten. Im Blickpunkt: Die öffentlich-rechtlichen und privaten Platzhirsche ARD-Tagesschau und RTL-Aktuell.  

Ein direkter Vergleich - mal abgesehen von den Quoten - ist gar nicht so leicht, wie es scheint: Die TS etwa ist gesetzter, RTLaktuell dagegen bunter in der Themenwahl. Die Bewertung hängt stark vom persönlichen Geschmack ab. Ich bevorzuge die regulären Nachrichten von ARD und ZDF. Warum? Weil die Sender über ihre In- und Auslandsstudios und Dienstleister besser vernetzt sind und erhebliche vor-Ort-Erfahrung haben und für mich dadurch eine höhere Glaubwürdigkeit besitzen.

Private Sender wie RTL unterhalten aus Kostengründen an deutlich weniger Stellen der Welt eigene Studios. Brüssel ist so ein Beispiel. Ausgerechnet an einem der wichtigsten, politisch bedeutsamsten  Orte verlässt sich RTL auf das "Hit-and-run-Prinzip": Wenn was passiert, schickt die Chefredaktion jemanden in die Spur. Der macht sich so gut es geht schlau und berichtet so gut es eben unter den Umständen möglich ist. 

Andererseits waren die Privaten oft fixer, wenn es bei herausragenden "Breaking-News" um die Unterbrechung des normalen Programmablaufs ging.  RTL und n-tv haben dann ihre Live-Kompetenz voll ausspielen können, ähnlich wie CNN und ARD und ZDF oft alt aussehen lassen.

Geht es allerdings um die Qualität des "Anchors" dann übertrifft Claus Kleber vom ZDF alle. Der Mann alleine ist schon das Einschalten wert.

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Di

18

Okt

2011

Bayern plant gegen Neapel die "0"

Da hat der Autor des Videobeitrages womöglich was falsch verstanden. Im aktuellen Vorbericht zum Champions-League-Spiel bei SPIEGEL-ONLINE (  http://spon.de/ve0Rf ) heißt es im Sprechertext: "Auch gegen Neapel soll im 13. Spiel in Folge die Null stehen."

Das wollen wir ja mal besser nicht hoffen, dass da am Ende ne Null steht. Bei den Gegentoren für Manuel Neuer sicher ja, aber nicht bei den Bayerntoren und schon gar nicht beim Punktestand für München nach Abpfiff. Nacharbeiten!

 

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Di

18

Okt

2011

Hintergrund zu "Occupy Wall-Street"

Wer mehr über diese Bewegung, ihre Ziele und Arbeitsweise wissen will, kann das bei Meedia.de nachlesen.   www.meedia.de/internet/alles-wissenswerte-zur-occupy-bewegung/2011/10/17.html

Immerhin ist davon auszugehen, dass die mittlerweile weltweit stattfindenden Proteste die Öffentlichkeit noch eine ganze Weile beschäftigen werden. Vor allem auch deshalb, weil jetzt zahlreiche Politiker und Fachleute Verständnis für die Demonstranten äußern und sogar deren Forderungen übernehmen. Stuttgart21 lässt grüßen!

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Di

18

Okt

2011

Mehr Geld für Recherche

Da hat der Kulturstaatsminister Bernd Neumann, CDU nun wirklich recht. Zitat: "Es geht nicht an, dass notwendige Recherchen von den Sendern oft überhaupt nicht mehr bezahlt und auf die Schultern engagierter kleiner und mittelständischer Produzenten abgewälzt werden", so Neumann bei der Eröffnung des 54. Internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig. Er erwarte, dass die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten die finanziellen Mittel für die von ihnen koproduzierten künstlerischen Dokumentarfilme zur Verfügung stellen und damit ihrem besonderen kulturellen Auftrag gerecht werden."(Quelle: www.satundkabel.de)

 

Hinzuzufügen wäre, dass diese Forderung im Prinzip natürlich auch für die privaten Fernsehanstalten gelten sollte. Viele Medienschaffende haben es längst satt, dass gerade die aufwändige und selbst kostenträchtige Recherche zu Themen und Formaten gerne von den Sendern "in den Skat gedrückt" wird und die Autoren in die Röhre gucken. Der Qualität auf dem Schirm würde das wahrscheinlich gut tun.   



 

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