Zum Tod von Steve Jobs

Steve Jobs, der Gründer und langjährige Chef von Apple ist tot. Diese Nachricht stimulierte sofort die Produktion von Nachrufen. Kein Zweifel: Jobs war ein außergewöhnlicher Unternehmenslenker, ein technischer Innovator, ein begnadeter Verkäufer, ein Visionär. Dieser Meinung kann sich auch jemand anschließen, der zuhause weder MacBookPro noch iPhone oder iPad besitzt, weil er sich für andere Produkte entschieden hat. 

In den Nachrufen zu Jobs Tod übertreffen sich die Superlative: "Die größte Ikone unserer Zeit", einer, der "die Welt verändert hat", "ein Weltverbesserer" gar. Durch ihn, so der Konzern, "sei die Welt ein besserer Ort". Andere vergleichen Jobs sogar mit Mozart und Picasso. Langsam, langsam!

 

Rund 220 Jahre nach dem Tod von Wolfgang Amadeus Mozart wird dessen Musik auf der ganzen Welt gespielt, ohne auch nur eine einzige Note wegzulassen oder hinzuzufügen. Ob die Welt sich nach weiteren 220 Jahren noch an Lifestyle-Produkte wie Apple-Notebooks, iPhones oder überhaupt an derlei Computer erinnern wird, darf doch stark bezweifelt werden. DWDL.de ist daher näher an einer treffenden Beschreibung von Jobs Lebensleistung dran: "Steve Jobs - prägender Architekt unserer digitalen Welt."     

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